Songs & Arien
Songs & Arien
U.T.A trifft Milan de Korte
Gastgeber: Torsten Krug
Freitag / 18. September 2026 / 19:30 Uhr
INSEL / Wiesenstraße 6 / 42105 Wuppertal
Literatur auf der Insel
Literatur auf der Insel
Gast: Denis Pfabe
Gastgeber*in: Torsten Krug und Uta Atzpodien
Freitag / 25. September 2026 / 19:30 Uhr
INSEL / Wiesenstraße 6 / 42105 Wuppertal
www.facebook.com/LiteraturaufderInsel
Aktuelle Kolumnen
Theaterarbeit, die sich für unsere Welt einsetzt und eine Welt verändert
29. Juli 2026
Neulich war ich wieder bei einem Vorspiel meiner Studierenden, die ich an der Folkwang Universität der Künste in Theatergeschichte unterrichte. „Figurenarbeit“ heißt die Aufgabe, bei der die jungen Darstellerinnen und Darsteller nicht Rollen aus Theaterstücken spielen, sondern sich über Wochen mit einer Figur aus der Geschichte, dem öffentlichen Leben oder mit übergeordneten Themen auseinandersetzen – höchst individuell, meist experimenteller und performativer als in anderem szenischem Unterricht.
Zurück in die Zukunft
17. Juni 2026
Bei uns zu Hause thront ein Stapel der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die neuesten Ausgaben liegen obenauf und werden seit gut einem Jahr mehr oder weniger zeitnah gelesen. Alle darunter bilden das Sinnbild einer Zeit, die angefüllt war mit Leben ohne Rast und Muße. Bis heute weiß ich nicht, wann das begonnen hat (ich habe die unterste Zeitung noch längst nicht erreicht), doch habe ich die Vorstellung, dass ich einst alle abgearbeitet haben werde und damit auch jene Zeit, in der (nicht nur) die Zeitungen sich stapelten. Das Lesen der alten Ausgaben ist übrigens durchaus erhellend. Gestern hatte ich eine vom Juni 2023. Bei einer Zeitung dieses Niveaus macht das fast nichts. Dazu wird sie plötzlich zu einer historischen Quelle. Auffällig in dieser Ausgabe war die Vielfalt an Umwelt- und Klimaschutz-Themen, begleitet von Bildern der sogenannten „Klima-Kleber“ – Themen, die in den aktuellen Ausgaben kaum vorkommen. Eine vom August 2022 machte mir wieder einmal bewusst, wie der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine den kollektiven Albtraum der Pandemie mit all ihren unüberschaubaren Folgen überdeckte und uns wie gelähmt weiter taumeln ließ. Ich werde das alles anhand dieser alten Zeitungen aufarbeiten.
Das Leben als Baustelle
06. Mai 2026
Wenn ich mich dieser Tage mit dem Fahrrad von Unterbarmen nach Elberfeld durchschlage, auf Umwegen über die B7 um mein Leben bange, hier und da mit mutigen Mitfahrenden Wege diskutiere, bleibt mir als Trost der Gedanke, dass ich all diese Umwege und Gefahren auf mich nehme, um bald schon die neue Fahrradstraße entlang des Wupperufers genießen zu können. Tatsache bleibt: Das Fahrradfahren im Tal bleibt ein riskantes Abenteuer, bei dem ich mich oft frage: So wollen wir also zusammenleben? So soll unser gemeinsamer öffentlicher Stadtraum aussehen, den wir finanzieren und mitgestalten?